Das Traumtal liegt im Rondane Gebirge mitten in Norwegen. Hier lebe ich mit 9 Pferden (8 Islandpferde und 1 Araber). Seit 4 Jahren habe ich nun meinen eigenen Hof und bin dabei ein Paradies für die Herde und die Besucher des Traumtals aufzubauen. Die Pferde sollen so ‘wildpferdehaft’ wie möglich leben. Sie entwickeln dennoch gerne ein enges Verhältnis zu uns Menschen - wir benutzen sie ja nicht, lernen aber viel von ihnen. Der alte Bergbauernhof aus dem 18. Jahrhundert liegt wunderschön am Atna Fluss, sehr entlegen, umgeben von Wäldern und Wildnis. Auch eine Alm gehört dazu, 3,5 km entfernt.

 
Das Buch von Maksida Vogt “Artgerechte Fütterung” hat dem Traumtal zu einer neuen Entwicklung inspiriert, was Haltung, Hufe, Fütterung und allgemeiner Umgang angeht. Die Pferde haben im Sommer Zugang zu ca. 15 Quadratkilometern Wald-Wildnis, mit herbem kargem Bewuchs so wie es hier im Norden eben ist. Sie können selber wählen wann sie in der Wildnis grasen wollen und wann sie zuhause sind. Tagsüber hängen sie gerne am Hof ab, nachts sind sie unterwegs. In der Schnee Saison, die von Mitte Oktober bis Mitte Mai dauert, geben wir der Herde Zugang zu Schafwiesen auf denen sie bis ca. Dezember unterm Schnee nach lebendem Heu graben können. Auf dem Hof leben sie auf einem Paddock trail mit Heu-raufen entlang des Tracks. Selbstverständlich haben sie unbegrenzten Zugang zu trockenem gerne ökologischem Heu. Dafür haben wir dieses Jahr zwei zusätzliche Heu-lager gebaut.

 

 

 

 

 

Im Sommer haben sie auch Zugang zu den Almweiden. Ab dem Zeitpunkt wo der Schnee zu schmelzen beginnt gehen wir täglich mit den Pferden auf Holzschläge um junges Gras zu finden. Also insgesamt käme es schon hin mit den 9 Hektar Weidefläche für 9 Pferde - nur dass es eben karge Böden sind ohne besonders üppigen Bewuchs. Auf dem Hof haben wir nun Kräuterkästen mit allen möglichen Kräutern und Gräsern und Blumen bepflanzt. Gerade die Maria Distel gedeiht erstaunlich gut, auch Mohn und Kamille und vieles andere wächst. Die Hufe werden seit ca, einem Jahr nach Dr. Strasser ausgeschnitten. Ich bin eine Lernende, habe leider keine Ausbildung. Meine Hufpflegerin ist aber bei Dr. Strasser ausgebildet - sie kommt jeden zweiten Monat und vermittelt mir neue Aspekte. Seitdem ich auf die 30 grad Winkel achte usw, sind die Hufe aller Pferde schon wesentlich besser geworden, obwohl ich bestimmt noch viele Fehler mache. Die Pferde bewegen sich viel. Nun haben wir eine Mineralbar, geben den Pferden Obst und Gemüse statt Vitaminmischungen, und arbeiten an einer Verbesserung der Böden, um grössere Artenvielfalt der Gewächse zu erlangen.

 

 

 

 


Seit nunmehr 8 Jahren verfolge ich den Weg des MIT PFERDEN SEINS bei Sabine Birmann. Dieser Weg handelt vor allem anderem um eine Verfeinerung der Wahrnehmung, um das Zuhören lernen, das Loslassen, und an mir selbst arbeiten. Diese ‘Arbeit’ ist immer für das Pferd - zum Beispiel um sein Selbstbewusstsein zu stärken oder alte Traumas loszulassen. Ich reite sehr selten, denn ich möchte dass die Pferde selbst entscheiden ob sie mich auf ihrem Rücken tragen wollen oder nicht.

Ich arbeite als bildende Künstlerin und gestalte das Traumtal als relationelles Kunstwerk - es geht um die Beziehung zwischen Natur und Mensch  - auch der Beziehung zur eigenen Natur. Wir praktizieren täglich Yoga und Achtsamkeit-Meditation. Neuerdings gibt es hier auch eine Kunstgalerie wo ich meine Kunst ausstelle und verkaufe (‘Art Gallery Dreamvalley’, auf Facebook). In der Galerie können auch Kurse gegeben werden - zum Beispiel Mal-und Zeichenkurse. Eine unserer Lieblingsaktivitäten sind freie Spaziergänge mit der Herde auf der Basis des freien Willens - da es hier sehr einsam ist, kann man das auch auf der Straße auf der anderen Seite des Flusses tun. Hierbei entscheiden hauptsächlich die Pferde wo es lang geht - wir greifen nur ein wenn etwas beachtet werden soll. Es ist enorm interessant dabei die Herden -dynamik zu beobachten. Daran kann man auch als Besucher gerne teilnehmen.

 

 

 

 

 

Wir bieten zudem Meditationen mit der Herde an, mit einem veganen Lunch am Lagerfeuer zubereitet. Die Ernährung ist vegan.  Besucher sind herzlich eingeladen am ‘Dreamvalley Life’ teilzunehmen, um das Leben mit der Herde, den Hofarbeiten, der Kunst, der Ernährung in der Traumtal Gemeinschaft zu erleben. Ganzjährig gibt es die Möglichkeit als Praktikant ins Traumtal zu kommen, dann aber für mindestens 2 Monate. Viele Besucher kommen immer wieder, und erleben das Traumtal mit seiner Herde als eine Art zweite Familie. So hat sich die ‘Dreamvalley Family’ gebildet. Wir arbeiten gerade an einem Film - ‘Dreamvalley Work’ um zu beschreiben wie ein Alltag im Traumtal aussehen kann. Mehr Information über das Traumtal findet ihr auf der homepage www.dreamvalley.no.